Vortrag Legende vom Christl. Abendland Mi 22.6.16, 19

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Vortrag Legende vom Christl. Abendland Mi 22.6.16, 19

Beitragvon RS2010 » Mo., 13. Jun 2016, 15:39


Vortrag von Rolf Bergmeier mit Diskussion.

Mittwoch, 22. Juni 2016, 19.00 Uhr
Frankenhof, Großer Saal Südliche Stadtmauerstr. 35 Erlangen/Franken
Der Eintritt ist frei.
Spenden sind wie immer willkommen.

In vielen politischen Debatten spielt das Schlagwort vom „Christlichen Abendland“ eine Rolle. Insbesondere wenn einer konservativen Begründung der europäischen Kultur und Identität das Wort geredet werden soll, wird der Begriff ins Feld geführt. Rolf Bergmeier geht der Frage nach, was an dem historischen Kern der Vorstellung eines christlichen Europas tatsächlich dran ist. Er nimmt sich dabei die Periode des Übergangs von der heidnischen Kultur der Spätantike zu der vom Christentum geprägten Kultur des europäischen Mittelalters auf der einen Seite und der parallel dazu stattfindenden Entwicklung des vom Islam geprägten Kulturraumes auf der anderen Seite vor. Der Vergleich von mittelalterlicher Klosterkultur und der hochentwickelten arabisch-islamischen Kultur etwa in Andalusien macht deutlich, dass es mit den christlichen Wurzeln des Abendlandes nicht allzu weit her ist und dass der Beitrag des Christentums zu den grundlegenden Werten unserer staatlichen Ordnung nicht sehr eindrucksvoll ist.

Zu unsererm Referenten:
Rolf Bergmeier, geboren 1940, war zunächst als Soldat in der Bundeswehr tätig, schied dort aber 1989 im Rang eines Oberst aus. Danach studierte er Informationstechnik bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung und arbeitete anschließend als Systemanalytiker in der Industrie. Von 2004 bis 2008 studierte er an der Universität Mainz Philosophie und Alte Geschichte. Er hat sich in mehreren Veröffentlichungen mit der Frage nach den Gründen für den Untergang der antiken Kultur und des römischen Reiches befasst und gibt hier der Wissenschafts- und der Bildungsfeindlichkeit des frühen und mittelalterlichen Christentums, entgegen anderslautenden und gerade in istorikerkreisen sehr verbreiteten Auffassungen, eine Hauptschuld.

V.i.S.d.P.: Dr. Theodor Ebert, Schobertweg 41, 91056 Erlangen

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